Elternbeirat der Grundschule Kronwinkl

Ernährung und deren Einfluss auf die Lernfähigkeit und Konzentration bei Schulkindern

Eching, 20.11.2019 - Die Internistin mit Schwerpunkt Diabetologie Frau Dr. Annette Hobelsberger referierte in der Schule Kronwinkl zum Thema „Ernährung und deren Einfluss auf die Lernfähigkeit und Konzentration bei Schulkindern“. Bereits ihr einführender Satz „Der Mensch ist, was er isst“ verdeutlicht, dass die Ernährung einen Einfluss auf uns hat: sie kann uns in unserem Handeln unterstützen, uns aber auch negativ beeinflussen.

Sowohl ein Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts als auch eine kanadische Studie mit knapp 4500 Fünftklässlern ergaben eindeutig, dass Ernährung die Leistungsfähigkeit beeinflusst.

Fakt ist, dass unser Gehirn Zucker benötigt. Doch der Unterschied liegt darin, welchen Zucker wir ihm zur Verfügung stellen. Zucker ist in Kohlenhydraten enthalten und in diesem Zusammenhang kommt es auf die richtigen Kohlenhydrate an. Es gibt „schnelle“ und „langsame“ Kohlenhydrate, wobei sich letztere positiv auf den Blutzuckerverlauf auswirken, weil dieser langsam ansteigt und auch langsam wieder abfällt. Dies wiederum wirkt sich positiv auf die Lernfähigkeit und das Konzentrationsvermögen aus.

Diese „langsamen“ Kohlenhydrate sind vor allem in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten enthalten. Durst sollte bei Kindern und Jugendlichen überwiegend mit Wasser, in Ausnahmefällen mit Saftschorlen, gestillt werden, keinesfalls aber mit zuckerhaltigen Getränken. Denn diese zählen zu den schnellen Kohlenhydraten und lassen den Blutzuckerverlauf rasant ansteigen, aber genauso schnell wieder abfallen. Dies sorgt für einen kurzen Energieschub, der allerdings schnell wieder vorüber ist, die Folge sind oft Trägheit und Müdigkeit.

Neben den langsamen Kohlenhydraten zählen auch Fette und Eiweiße und im Fall von Kindern auch zuckerfreie Milchprodukte zu einer ausgewogenen Ernährung, wobei bei den Fetten mehr pflanzliche (z.B. Rapsöl) als tierische Fette aufgenommen werden sollten.

Für die gesunde Entwicklung des kindlichen Gehirns gibt es zahlreiche Schlüsselnährstoffe: Jod, Eisen, Folsäure, Zink, Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren. Diese sollten stets im Speiseplan enthalten sein. Darüber hinaus wirken sich Polyphenole (z.B. in dunklen Beeren), hochwertige Fette (z.B. in Nüssen), Curcumin (z.B. in Curry), Cholin (z.B. in Eiern) und Uridinmonophosphat (z.B. in Rüben) positiv auf die Leistung unseres Gehirns aus.

Ein Schulkind sollte immer mit einem gesunden Frühstück in den Schultag starten. Dies kann sich z.B. aus Vollkornprodukten, Obst, Rohkost und Milch zusammensetzen. Für einen gesunden Pausensnack bieten sich u.a. auch eine Banane oder eine Handvoll Nüsse und Rosinen („Studentenfutter“) an. Darüber hinaus braucht ein Kind für eine gesunde Entwicklung neben einer ausgewogenen gesunden Ernährung, reichlich ungesüßte Getränke, viel Bewegung, wenig Zeit am PC und Handy, 5 regelmäßige Mahlzeiten am Tag und wenig Süßigkeiten.

Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, kann sich gerne in dem Buch „Schlaue Kinder essen besser“ von Dr. Astrid Laimighofer weitere Informationen holen. Außerdem gibt es auch immer mehr Apps, die sich diesem Thema widmen.

Die Organisation des Vortrags übernahm freundlicherweise der Elternbeirat der Grundschule Kronwinkl.