Berufsorientierung hautnah: Drei Tage, drei Berufsfelder
Wie sieht mein Leben nach der Schule aus? Diese Frage beschäftigt viele Schülerinnen und Schüler. Um ihnen praxisnahe Einblicke zu ermöglichen, veranstaltete die GMS Kronwinkl in Ast eine dreitägige Berufsorientierung für die 7. und 8. Jahrgangsstufe, bei der verschiedene Branchen vorgestellt wurden. Jeder Tag stand unter einem eigenen Motto – und bot spannende Begegnungen mit der Arbeitswelt.
Tag 1: Berufe aus Gesundheit und Pflege
Der erste Tag widmete sich Berufen im Bereich Gesundheit und Pflege. Fachkräfte aus einer Allgemeinarztpraxis und einer Zahnarztpraxis, einer Apotheke sowie der Behindertenhilfe waren vor Ort und berichteten aus ihrem Alltag. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie vielseitig die jeweilige Arbeit ist und welche Kompetenzen dabei besonders gefragt sind.
Am eindrucksvollsten waren praktische Übungen, welche die Kinder in Kleingruppen ausführen durften: Verbände anlegen, den Blutdruck messen oder Zähne reinigen, Draht biegen bei den Arztpraxen; Aromaöle mischen bei der Apotheke oder sich körperliche Beeinträchtigungen selbst erfahren bei der Behindertenhilfe. Dabei wurde schnell klar, dass diese Berufe nicht nur Fachwissen erfordern, sondern auch Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein. Viele Teilnehmende zeigten überrascht, wie anspruchsvoll und gleichzeitig erfüllend diese Tätigkeiten sein können.
Tag 2: Handwerksberufe
Am zweiten Tag wurde es handwerklich. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gewerke – vom Elektriker über den Zimmerer, den Steinmetz, Frisör bis hin zum Anlagenmechaniker für Heizung und Sanitär – stellten ihre Berufe vor. Jedes Kind hatte sich im Vorfeld für eine Station entschieden und konnte dort drei Stunden selbst aktiv werden: sägen, bohren, biegen, Kabel verlegen oder angesagte Trends bei Maniküre und Frisuren ausprobieren.
Die direkte Arbeit mit Materialien und Werkzeugen kam bei vielen gut an. Einige entdeckten dabei Fähigkeiten, die ihnen zuvor gar nicht bewusst waren. Zudem wurde deutlich, wie wichtig das Handwerk für die Gesellschaft ist und welche guten Zukunftsperspektiven diese Berufe bieten – gerade in Zeiten von Fachkräftemangel.
Tag 3: Berufe aus Hotel und Gastronomie
Der dritte Tag führte die Schülerinnen und Schüler in die Welt von Hotel und Gastronomie. Mitarbeitende aus Restaurants und Hotels sowie dem Lebensmittelhandwerk Bäckerei und Metzgerei gaben Einblicke in ihre Arbeitsbereiche – vom Produzieren über Service, die Küche bis hin zum Management.
Auch hier stand das Ausprobieren im Mittelpunkt: Tische richtig eindecken, Servietten kunstvoll falten oder Speisen zubereiten. Dabei lernten die Jugendlichen, wie viel Organisation, Teamarbeit und Kundenorientierung in diesen Berufen steckt. Auch hier wurde besonderer Wert darauf gelegt, die Jugendlichen mit regionalen Arbeitgebern aus ihrer unmittelbaren Umgebung in Kontakt zu bringen.
Fazit: Orientierung durch Erfahrung
Die drei Tage zeigten eindrucksvoll, wie wichtig praktische Einblicke für die Berufsorientierung sind. Statt nur theoretischer Informationen konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und verschiedene Tätigkeiten erleben. Viele nahmen neue Ideen und konkrete Vorstellungen für ihre berufliche Zukunft mit.
Die Veranstaltung machte deutlich: Berufsorientierung ist dann besonders wirkungsvoll, wenn sie lebendig, vielfältig und praxisnah gestaltet ist.

